Muay Thai Boxing

Muay Thai Kickboxen ist der Nationalsport Thailands und zugleich einer der härtesten Boxstile überhaupt. Für Thailänder ist dieser Sport ein wichtiges Stück ihrer Identität. Vor jedem Kampf führen die Kämpfer einen zeremoniellen Tanz auf, den Wai Khru. Er verkörpert die spirituelle Seite des Sports und ist ein Zeichen des Respekts – vor König, Heimatland, aber vor allem gegenüber dem Trainer. Für den Wai Khru setzt der Trainer seinem Schüler einen Kopfschmuck auf, den Mongkon. Dieser Stirnreif ist ein Glücksbringer und wird wie ein Heiligtum behandelt. Wenn er den Boden berührt, verliert er seine Kraft. Der Sport ist sehr stark mit dem Buddhismus verbunden. Der Grund dafür ist, dass Mönche früher die Urform des Muay Thai in ihren Tempeln lehrten. Da sie sich als Erzieher des Volks sahen, brachten sie den Schülern zugleich religiöse Rituale und strenge ethische Grundsätze bei. Heutzutage gibt es ca. 850.000 professionelle Kämpfer in Thailand. Die meisten von ihnen kommen aus einfachen Verhältnissen und hoffen durch den Sport ihre Lebenssiutation zu verbessern. Spitzenkämpfer verdienen an einem Kampf bis zu einer halben Million Baht, umgerechnet 10.000 Euro. Berühmte Boxer sind so bekannt wie Popstars und Schauspieler_innen. Im Muay Thai gibt es keine Gürtel oder Ränge. Es zählen nur Siege. Ein Kampf geht über fünf Runden und dauert inklusive Pausen, etwa eine halbe Stunde, falls es vorher keinen knock-out gibt. Glücksspiel ist in Thailand illegal – außer im Stadion. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Mehrheit der Zuschauer nicht wegen des Kampfes ins Stadion geht. Thailänder sind leidenschaftliche Spieler und so sieht man sehr viele Männer am Rand des Boxrings mit ihren Händen gestikulieren und Zeichen geben. Das sind die Spielmacher, die zum Wetten auffordern. Aber man sieht auch viele Frauen und Kinder umhertoben und somit glich der Wettkampf in Koh Jum eher einem Familienfest als einem brutalen Boxkampf.


Muay Thai kickboxing is the national sport of Thailand and one of the hardest boxing styles in general. For Thailand, this sport is an important piece of their identity. Prior to the match, the fighters perform a ceremonial dance – the so called Wai Khru. It embodies the spiritual side of the sport and is a sign of respect – towards the king, their homeland, but especially for the coach. For the Wai Khru, the trainer puts a headdress on his student – the Mongkon. This headband is a lucky charm and is handled like a sanctuary. If it touches the ground, it will loose its virtue. This sport is deeply linked to Buddhism. The reason is that monks formerly taught the archetype of Muay Thai in their temples. Since they saw themselves as educators of the people, they taught their students religious rituals and strict ethics as well. Today there are about 850,000 professional fighters in Thailand. Most of them come from deprived circumstances and hope to improve their life standards through sports. Top fighters earn up to half a million baht (around 10.000 euros) for one fight. Famous boxers are as popular as pop stars and actors_actresses. At Muay Thai, there are no belts or ranks. Only victories count. One fight lasts five rounds and takes about half an hour including breaks, if there is no knock out beforehand. Gambling is illegal in Thailand – except in the stadium. Therefore it is not surprising that the majority of spectators is not at the stadium for the fight. Thai people are passionate gamblers, so you can see a lot of men at the edge of the boxing ring gesticulating and giving signals. These are the playmakers, who encourage to make bets. However you´ll also see a lot of women on site. Even children are frolicking around, thus the match in the Mutu Stadium on the island Koh Jum resembled a family celebration more than a brutal boxing match.